Gesucht: Die ideale Jacke

Heute ist es wieder passiert: Bei einem Außentermin im Dauerregen ist innerhalb kürzester Zeit meine Winterjacke durchgeweicht. Dabei soll sie wasserdicht sein. War sie auch die ersten zwei Jahre, und nun ist es vorbei damit. Es muss also eine neue Jacke her.

Polizeikontrolle im strömenden Regen
Ein Termin vor ein paar Wochen: Das sollte meine neue Jacke aushalten können.

Weiterlesen

#Wortbeute: Das tägliche krause Wort

Ich arbeite viel mit Texten und bekomme viele E-Mails von Behörden und Fachleuten. Ich sitze beruflich in Gerichtssälen und bei politischen Gremien. Dabei fallen mir oft Wörter und Wortschöpfungen vor die Füße, die ungewöhnlich, unbekannt oder einfach verquast sind. Das ist meine beinahe tägliche Wortbeute. Hier kommt eine Auswahl der schönsten Beutestücke.
Weiterlesen

Twitter: Die 280-Zeichen-Kollektion

Seit einigen Tagen erlaubt Twitter 280 statt bisher 140 Zeichen. Das ärgert viele, mich auch. Aber zum Glück gibt es Twitterer, die die 280-Zeichen-Länge für kreative Beiträge nutzen. Hier kommt meine 280-Zeichen-Kollektion (kein Ranking).
Weiterlesen

Aufgeblähter Radweg

Es gibt kaum ein Wort in der deutschen Sprache, das sich nicht noch aufblähen lässt. Diese Aufgabe widmen sich besonders gern Verwaltungen. Mein jüngster Bläh-Fund: Der Radfahrweg.

Bisher hießen die Asphaltstreifen neben der Straße schlicht Radweg. So werden sie auch in der gesprochenen Sprache genannt. Just ist mir jedoch der Begriff Radfahrweg untergekommen. Natürlich wird auf dem Radweg gefahren, deshalb darf man ihn auch Radfahrweg nennen. So ganz korrekt ist das allerdings nicht.

Ganz ehrlich: Ich hoffe, der Radweg leistet Widerstand und bleibt sprachlich das, was er ist. Eine knackige, kurze Bezeichnung für – einen Radweg.

Merken

Fru Öttenpötter vertellt: abäppeln

Bollensammler und Elektrokarre: Geräte zum Abäppeln

„De Düvel schiet immer op den gröttsten Hupen“ heißt es auf Plattdeutsch. Wie schön wäre es, wenn Pferde Düvel wären. Dann gingen sie zum Misthaufen und schissen direkt darauf. Pferde sind aber alles andere als Düvel, sondern liebenswerte Geschöpfe. Wenn sie nicht scheißen. Für sie gilt eher das Sprichwort „Wie’s fällt, so bollert’s“. Deshalb heißt die Maxime: abäppeln.
Weiterlesen

Irgendwie immersiv

Ich bilde mir ein, einen ziemlich großen Wortschatz zu haben. Dennoch stoße ich immer wieder auf Begriffe, die ich noch nie gehört habe. Eben war es das Wort immersiv.
Weiterlesen

Lübecker Fassaden: Es muss nicht immer Backstein sein

Ich hatte gestern am späten Nachmittag etwas Zeit, vom Bahnhof aus Richtung Lübecker Innenstadt zu gehen. Der Weg führt vorbei an den Lindenarkaden, einer Ansammlung von großen Geschäftshäusern. Deren Architektur hat mir nie gefallen. Gestern aber war das anders: Der gerade abgezogene Sturm „Herwart“ bescherte schönstes Fotolicht. Ich habe mich beim Fotografieren auf die Fassadendetails verlegt. Nach bitte, geht doch. So lässt sich selbst ungeliebte Architektur sehenswert darstellen. Es muss halt nicht immer Backstein sein, selbst in Lübeck nicht.

Die weißen Männer und der Gemüsegarten

Der Spruch nervt mich schon seit langem gewaltig: Immer wieder wird von gewissen Kreisen beklagt, dass es zu viele weiße Männer gebe, die reden, präsent, in Gremien vertreten oder einfach da sind. Gern auch erweitert als „weiße, heterosexuelle Männer“ oder gar als „weiße, mittelalte, heterosexuelle Männer“. Aber ist das so verwunderlich?
Weiterlesen

Online zu Orten der öffentlichen Kunst

"Die Lesende" von Karlheinz Goedtke vor der Eutiner Landesbibliothek.

Ich war immer fasziniert von der Idee der Kunst am Bau. Viele Kommunalpolitiker haben darauf geschimpft, wenn sie einen bestimmten Anteil der Bausumme, den sie für neue
Schulen, Krankenhäuser oder Verwaltungsgebäude veranschlagt hatten, für Kunst ausgeben mussten. Doch davon profitieren Öffentlichkeit wie Künstler gleichermaßen. Viele dieser Kunstwerke sind jetzt an einem Ort im Netz versammelt.
Weiterlesen