Pyrolirium

30. Januar 2015
von Susanne
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Im Arbeitstempo Gender marsch? Die Sache mit dem Mit-gemeint-sein

Es gibt Orte, an denen das so oft verdammte generische Maskulinum in Stein gemeißelt ist. Reithallen und Reitplätze gehören dazu. Dort wird mit Stentorstimme kommandiert: “Im Arbeitstempo Galopp marsch!” Ab und zu wird beim Abteilungsreiten – also dem Reiten in der Gruppe – die Gruppe geteilt. Dann heißt das Kommando aber nicht: “Die ersten drei Reiter und Reiterinnen im Arbeitstempo Galopp marsch!” Nicht mal dann, wenn alle drei Reiter Frauen sind.

Die meisten Reiter sind weiblich, dennoch spricht beim Reiten niemand von Reiterinnen. Foto: George Roy

Die meisten Reiter sind weiblich, dennoch spricht beim Reiten niemand von Reiterinnen. Foto: George Roy

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29. Januar 2015
von Susanne
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Mein Wintertipp: So kocht derrr Blutt

Heute wage ich mich mal unter die Modeblogger, zumindest so ein bisschen. An sich ist das nicht mein Metier, aber angesichts des Winters und eines sehr kleinen, aber doch ungeheuer nützlichen Kleidungsstücks wage ich mal einen Wintertipp, der warm hält und zudem modisch ist. Zumindest so einigermaßen. Es geht um die guten alten Pulswärmer, heute etwas hipper Stulpe, Armstulpe oder – wenn sie ein Daumenloch haben oder den Handrücken bedecken- Handstulpe genannt. Dazu habe ich noch einen ungewöhnlichen Tipp, wie man diese nützlichen Kleidungsstücke ohne viel Aufwand in tollen Mustern stricken kann.
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23. Januar 2015
von Susanne
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Sprachspaß mit der Bundespolizei: Hubschrauber stellt Bahnsteigkante

Pressesprecher von Polizeidienststellen schicken täglich Meldungen vom Einsatzgeschehen an die Redaktionen. Dem Polizeideutsch der Landespolizei habe ich mich bereits ausgiebig gewidmet. Die Bundespolizei steht dem in nichts nach, täglich erfreuen mich ihre Pressemitteilungen mit Stilblüten und falschen Bezügen. Die schönsten habe ich gesammelt. Sie sind alle im Original so verschickt worden, mit Ausnahme von Kürzungen und Abkürzungen (bei Orten).
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19. Januar 2015
von Susanne
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Vor dem Abrutschen in der TL gerettet: Die besten Tweets

Nun ja, die besten aller Zeiten sind es nicht, aber die besten Tweets der vergangenen Tage und Wochen, die ich hier davor bewahren will, in der Timeline nach unten wegzurutschen. Es ist mal wieder eine bunte Mischung aus Fotos, Texten und Bonmots, die weite Twitterwelt halt. Da sind sie, meine jüngsten Favoriten:
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15. Januar 2015
von Susanne
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1000 Peitschenhiebe: Das grausame Schicksal des Raif Badawi

Ich habe Albträume. Und ich blicke mit Schaudern auf den morgigen Freitag. Es ist das Schicksal eines Mannes aus Saudi-Arabien, das mir schlaflose Nächte bereitet. Seitdem ich das erste Mal davon gelesen habe, dass der Blogger Raif Badawi zu 1000 Peitschenhieben verurteilt worden ist und nun jeden Freitag in aller Öffentlichkeit mit 50 Schlägen malträtiert wird, geht mir das nicht mehr aus dem Kopf. Welche Grausamkeit! Viele Menschen setzen sich für ihn ein. Bisher offenbar ohne Erfolg.
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14. Januar 2015
von Susanne
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Feuerwehrsprech: Glosse frech über Einsatz groß

Die Stürme “Elon” und “Felix” haben mir als Reporterin unruhige Tage und Nächte beschert. Unablässig, manchmal im Minutentakt, gingen die SMS bei mir ein, mit denen die Leitstelle automatisiert neben den Feuerwehren auch uns Pressevertreter über Einsätze informiert. Diese Nachrichten nennen ein Einsatzstichwort. Beim Sturm war es immer “Unwetter klein”, was im Klartext abgebrochene Äste, umgefallene Bäume oder abgerissene Dachteile bedeutet. Außerdem gibt es noch viele weitere Stichwörter. Interessant aus sprachlicher Sicht ist dabei, dass das Adjektiv immer dem Substantiv nachgestellt wird. Diese Eigenart habe ich mal auf die Schippe genommen.

"Feuer groß" heißt es, wenn ein Großfeuer zu bekämpfen ist.

“Feuer groß” heißt das Einsatzstichwort, wenn ein Großfeuer zu bekämpfen ist.

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11. Januar 2015
von Susanne
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Musikersprüche: senza kratz und con Kinn am Bauchnabel

Jede Branche hat ihre Sprüche, jede Sportart auch. Und die Musiker haben ebenfalls Witzchen, Bonmots oder Äußerungen, die immer mal wieder kommen und ausgesprochen witzig sind. Ich habe selbst viele davon in meinem langen Hobbymusiker-Leben gehört und etliche andere gelesen. Nach und nach habe ich eine Reihe davon gesammelt. Hier kommt als Musikersprech, Orchestersprech. Chorleitersprech und allerlei ähnliche Sprüche.

Mundstückklein
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9. Januar 2015
von Susanne
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Inklusion – die schwierige Definition eines Karriere-Wortes

Ich glaube, die Wette gewinne ich. Ich wette, dass immer noch etwa 80 Prozent der Zeitungsleser nicht wissen, was Inklusion genau ist. Obwohl das Wort sei einiger Zeit eine beispiellose Karriere gemacht hat, kann bis heute niemand kurz und bündig erklären, was damit gemeint ist. Nicht einmal die Behindertenverbände, wie etwa die „Aktion Mensch“.

inklusion
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